Fragen über Fragen und ein paar Antworten

Wir freuen uns über das rege Interesse an unserer Aktion und möchten ein paar Dinge ergänzen:

  • Wir möchten unsere Identität vorerst nicht preisgeben. Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht hinter der Aktion stehen würden, sondern das es hier nicht um uns geht, sondern um die Themen, die wir aufgegriffen haben. Wir sind entgegen einigen Vermutungen keine Mitglieder des ExKa e.V., haben keine Verwandten in Hongkong und gehören auch keiner politischen Organisation an. Diese Aktion wird von uns privat finanziert.
  • Wir möchten eine öffentliche Diskussion anregen, um Meinungen von Chemnitzern zu diesen Themen an die Stadt heranzutragen, da etliche Diskussionsrunden im stillen Kämmerlein nie die notwendige Öffentlichkeit erfahren haben. Es gibt viele Menschen, die sich für Chemnitz engagieren, um hier etwas zu bewegen und zum Positiven zu verändern. Es ist schade, dass diesen Leuten durch erstarrte Verwaltungsabläufe und utopische Auflagen der Wind aus den Segeln genommen wird.
  • Wir möchten niemanden „veräppeln“ und auch niemanden auffordern die Stadt zu verlassen.
  • Wir glauben nicht, dass Engagement in einer Stadt schädlich für deren Außenwirkung ist.

Wir danken den vielen Unterstützern und Kritikern, die zur öffentlichen Diskussion beitragen. Dazu sind auch alle eingeladen, die bislang nur persönlich mit uns reden wollen.

60 Antworten zu “Fragen über Fragen und ein paar Antworten”

  1. Eric sagt:

    Bitte macht weiter so !
    Die Verwaltung der Stadt Chemnitz braucht genau diese Art von Weckruf, um endlich den Ernst der Lage hinsichtlich der demografischen Entwicklung und deren Ursachen zu begreifen.

    • Ihr habt Recht und die Anderen haben aber auch Recht. Wer etwas von “Bausubstanz” versteht der wird bei 90% der abgerissenen “Buden” feststellen, dass nur mit nichtvertretbaren, finanziellen Aufwand, eine Sanierung nach dem heutigen Stand der Technik erfolgen könnte. Chemnitz war eine Arbeiterstadt und diese “Wohnquartiere” wurden damals als “Billigbauten” mit wenig Komfort für die Arbeitsuchenden in dieser Stadt hochgeschossen. Der Maschinenbau wuchs rasant, Hartmann baute seine berühmten Lokomotiven und viele andere Gewerbe erblühten in diesem 18. Jahrhundert. Aber wo sollten die vielen Arbeitskräfte wohnen? Also “Billigbauten” hochziehen und vermieten. Das war damals ein gutes Geschäft. Aber in diese “Buden” noch viel Geld reinstecken, nee, wäre absoluter Unfug. Leute seid doch mal ehrlich zu Euch selbst! Wer zieht schon in eine sanierte Altbauwohnung an die Leipziger Straße? Keiner, na also! Das wir in Chemnitz ein Szeneviertel brauchen ist vollkommen klar. Da sollte sich die Stadt/GGG endlich mal bemühen, mit den zukünftigen Mietern und Vereinen ein entsprechendes Projekt auf die Beine zu stellen. Kleiner Tipp für die Frau OB Ludwig: das nennt man dann ein Pilotprojekt!

      Die alternative Plakataktion finde ich supergeil! Darf man das mit 60 Jahren überhaupt sagen? Beschämend für die Rathausspitze, dass so ein kreatives “Humankapital” - Unwort des Jahres 1996? - nur im Verborgenen agiert, weil das Vertrauen in diese Stadtverwaltung “im Arsch ist”. Leute, ihr habt es aber selbst in der Hand, daran etwas zu ändern, indem Ihr “Wählen” geht und diesen “Ignoranten” einen Denkzettel verpasst aber auch in die Parteien eintretet und frischen Wind reinbringt und damit Eure Ideen durchsetzt. Die CDU, SPD, FDP… sind als Partei nicht schlecht, werden aber nur von den verkehrten Personen geführt. Wenn sich damals in der SED statt den Betonköpfen, die klugen Köpfe durchgesetzt hätten, gäbe es zwar noch 2 deutsche Staaten, aber mit offenen Grenzen und ohne HarzIV. Was ist eigentlich eine Stadt der Moderne? Für mich klingt das wie schlechtes Deutsch oder wie “Schraps, der hat den Hut verloren, wo krieg er,n wieder her! Auf die Dauer hilft nur Power! Stellt Euch vor Gysi wird Bundeskanzler und Lafontaine Finanzminister!!! Ich habe das Gefühl, dass ich das noch erleben werde…..

      • Erstens, finde ich es gut, dass so eine Aktion möglich ist und auch gestartet wurde, obwohl mir das Aufzeigen von Alternativen fehlt. Wer soviel Kraft, Ausdauer und sicher auch Geld in eine sicherlich wohl überlegte Aktion steckt, sollte aber auch den Mut besitzen, dafür mit seinem Namen zu stehen!
        Jeder, der hier seine Meinung zum besten gibt und meckert, sollte sich aber überlegen, was er selbst schon für diese Stadt getan hat, egal ob ehrenamtliches, politisches Engagement oder auch nur den Dreck vor dem eigenen Haus weggeräumt!
        Normalerweise halte ich mich mit schriftlichen Kommentaren zurück, aber wenn ich den Beitrag von Herrn von Wettin lese, wird es mir schlecht. Diese sogenannten „Buden“, ich wohne übrigens auch in einer solchen, sollten alle erhalten bleiben, da diese unsere Stadt geprägt haben und lebenswerter machen.
        Hätten sich „Ihre“ klugen Köpfe durchgesetzt, wäre der Kaßberg heute ein Neubaughetto und wir dürften auf Ihrem Prachtboulevard, der „Straße der Nationen“ demonstrieren.

        An die Macher dieser Aktion: „Macht weiter so, ich sehe diese Aktion als Kunst, die wachrüttelt (hoffentlich), gebt Euch zu erkennen, dann bekommt Ihr sicherlich sehr viel Unterstützung aus dieser schönen Stadt, wie auch von mir.“
        Die GGG sollte endlich aufgehalten werden, denn was Weltkrieg und Kommunisten in 40 Jahren nicht zerstören konnten, wird jetzt mit unseren Steuergeldern vollendet.

        PS.: Geht mit offenen Augen durch unsere Stadt! Diese Stadt ist schön!

        Silvio Steffens
        http://www.chemnitz-bilder.de

    • Chemnitzer Muddi sagt:

      Das war letztes Jahr - aber das von 2009 ist fast noch geiler !!

      CHEMNITZ - Was ist denn da los? An der Autobahnabfahrt Chemnitz-Süd geht es der Moderne an den Kragen: Sie soll gegen Chemnitz eingetauscht werden, müssen seit gestern Tausende Autofahrer glauben.

      Denn Witzbolde haben das Aushängeschild verunstaltet: Über die groß geschriebene „Stadt“ klebten sie offenbar nachts das kleine „statt“ - und fertig war das böse Wortspiel: „Chemnitz statt der Moderne“.

      Und dabei hatten sich OB Barbara Ludwig (46, SPD) und Stadtvermarkter Michael Quast (43) doch so viel Mühe gegeben, als sie das Schild (Kosten: 4000 Euro) vor einem Jahr aufstellten - trotz böser Kommentare aus der CDU. Die hatte die Image-Kampagne immerhin als „Posse um Autobahnschilder“ bezeichnet. Die Polizei findet den Buchstabentausch allerdings nicht witzig, nahm Ermittlungen auf. Sprecher Frank Fischer (52): „Ein Fall von Sachbeschädigung.“

    • Katharina Weyandt sagt:

      Ich ziehe gerade vom Hamburger Schanzenviertel nach Chemnitz-Sonnenberg. Ich bin richtig stolz auf die kreativen Köpfe in meiner neuen Heimat, die sich so eine herrliche Gegen-Kampagne ausgedacht haben. Bitte bleibt da! Ich freue mich auf’s Kennenlernen.
      Allerdings finde ich die Themen Bauhaus und Schmidt-Rottluff auch wichtig. Aber die Abrißlücken sind bedrückend. Wenn man so durch die Straßen geht oder auf unser Nachbarhaus guckt, dann ist man als Neu-Chemnitzer froh über jeden, der da Ideen hat.

  2. Thomas sagt:

    Heute habe ich in der Morgenpost Euren Aufruf etwas für Chemnitz zu tun um den Bevölkerungsschwund der letzten fast 20 Jahre etgegenzuwirken mit Interesse und dem nötigen Ernst für die Sache gelesen. Da ich in dieser Stadt geboren bin, liegt mir sehr viel daran, daß diese großartige Stadt nicht zum Dorf verkümmert. Immerhin hat Chemnitz hervorragende Persönlichkeiten heraus gebracht. Ich sage nur: Macht weiter so und laßt Euch nicht beirren!!!!! Es denken noch mehr Leute wie Ihr!!!!

  3. Fredl sagt:

    Die begreifen es nicht, sie werden wie die Bilderstürmer vor einigen Wochen, gegen diese Seite ankämpfen und sich weiter bockieren.

  4. Chemnitzblog sagt:

    Dass ihr die Aktion privat finanziert zeigt finde ich, wie sehr ihr euch für die Stadt einsetzt. Die Kritik, dass ihr angeblich nur Leute aus Chemnitz verjagen wolltet ist überaus absurd. Der Zuzug oder Wegzug ist doch nicht von ein paar Plakaten abhängig. Und durch die offizielle Kampagne wird auch einfach ein sehr verzerrtes Bild von Chemnitz gezeichnet, das Teile der Realität einfach ausspart.
    Die Reaktion von Stadt und CMT war ja bisher sehr professionell, vermutlich wollen sie nicht noch mehr Wind um die Sache machen - nicht dass noch überregionale Medien über die Satire berichten… ;-)
    Viele Grüße vom Chemnitz Blog!

  5. Kai sagt:

    Ich finde die Aktion sehr interessant und sehr löblich. Eine Frage dazu: Kann man die Plakate käuflich oder gegen eine Spende erwerben? Ich finde sie so gelungen, dass ich sie sogar aufhängen würde.

    Grüße

  6. Lars sagt:

    @Chemnitzblog:
    Meinst du wirklich die Stadt hätte ein Problem damit wenn überregionale Medien darauf aufmerksam werden? Was könnte der Stadt besseres passieren. Kostenlose Werbung. Die OB lacht. Verständlich.

    Die Kampagne ist in aller Munde - sie wird wahrgenommen, diskutiert…

    Mit dieser Aktion hat chemnitz-zieht-weg.de der OB und der Stadt eine zusätzliche Aufmerksamkeitskampagne geschenkt. Danke.

  7. Antje sagt:

    Oh, in Chemnitz blüht die Subversion. Weiter so!

  8. Strumpel sagt:

    Endlich geht in dieser Stadt etwas los. Prima. Wenn Ihr Euch zu erkennen gebt, gibt es nur Diskussionen um Euch und nicht um Eure Sache.
    Weiter so, die Stadt braucht Menschen mit Ideen für die Stadt.

  9. klaus sagt:

    S. Lange hat ja schon auf den sehr informativen Link zum WDR verwiesen:
    http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2009/0514/chemnitz.php5

    Dazu kann ich dann passend noch einen Besuch auf der Webseite der GGG empfehlen. Da ich gerade auf der Suche nach einem neuen, beschaulichen Zuhause bin, habe ich mich auch dort einmal im Wohnungangebot umgeschaut.

    Besonders schön sind die aktuellen Sanierungsvorhaben.

    Überzeugt Euch selbst:

    http://www.ggg.de/index.php?id=186&svarreset=1

    So lange es noch Geld für den Abriss von Altbauten gibt, ist es kein Wunder, dass immer mehr Schönheit aus der Stadt verschwindet.

    Keine Ahnung, wie diese Menschen noch ruhig schlafen können…

    • Henning sagt:

      Danke für die Links und hinweise! Super Aktion von Chemnitz zieht Weg.
      Das klingt nach Fehlwirtschaft des Bundes und des Land Sachsens. Und die GGG macht sich einen Reibach draus.

      Positive Entwicklung sehe ich auf den Sonnenberg. Die Altbauten scheinen nicht in der Hand der GGG zu sein. Dort entstehen liebevoll restaurierte Wohnung wodurch merklich die Lebensqualität und Attraktivität des Virtels steigt.

      Also schnell noch die Häuser auf den Sonnenberg abreisen die in der Hand der GGG sind bevor dort noch ein attraktives Szenevirtel entsteht!

      An die Stadt: tut was gegen den Abrisswahn der GGG!

  10. Rene sagt:

    Als ein Karl-Marx-Städter & Chemnitzer hab ich mich mit der “Stadt der Moderne” noch nie identifizieren können. Chemnitz ist für mich teilweise immer noch das häßliche Entlein, welches krampfhaft versucht “große Welt” zu spielen. Vieles eine Nummer kleiner angepackt & es wäre sicher im Ergebniss 10x schöner.
    Welche Stadt kann schon von sich behaupten, ein schönes Rathaus zu haben & dieses nicht mal zu erkennen, wenn man davor steht - vor lauter Glaspalästen ringsherum….

  11. Udo sagt:

    Herrlich! Auf diese Aktion hat die Stadt gewartet. Weitermachen - ich bin dabei !
    Den Möchtegern-Kommunal-Politikern sollte klar werden, die Zukunft der Stadt ist uns nicht egal. Selbst wenn die VEB-GGG-KWV denkt, sie wäre alleine auf der Welt.
    Ich glaube, wenn alle in der Stadt blockierten Projekte laufen würden, dann würde Chemnitz tatsächlich wachsen …

  12. Franz sagt:

    Apropos Experimentelles Karree ! So eine lausige Alibiveranstaltung- die GGG will nur vom Totalabriss der Häuser an der Gustav-Freytag-Straße ablenken (bald so schön wie die Leipziger Straße) ! Hier werden doch die Chemnitzer von Frau Ludwig und Co so richtig über den Eimer gehalten !

    • matze sagt:

      Diesen Beitrag vertsteh ich nicht. Meinst du, dass das Experimentelle Karree eine Initiative der GGG ist? Alles andere ist der Fall: Das ExKa ist ein Projekt von einigen Dutzend zumeist jungen Leuten. Die GGG versucht dagegen krampfhaft diese Projekt loszuwerden.
      http://www.exka.org/

      • Franz sagt:

        OK, das experimentelle Karree ist meines Wissens von den vom Stadtplanungsamt bestellten Leuten der REITBAHNVIERTEL- Initative angeschoben wurden.
        Wenn von einem Entwicklungskonzept für das Reitbahnviertel nur der Abriss übrig bleibt und dann noch die Idee EXKA abgewürgt wird, kannste alle offiziellen Wortmeldungen zur Unterstützung vin Initaitiven nur noch in der Pfeife rauchen.

  13. Franz sagt:

    Stichwort experimentelles Karree: das soll doch nur vom Total-Abriss an der Gustav-Freytag-Straße ablenken. Die GGG vernichtet ihr Betriebsvermögen, die Stadt wird bald überall so schön wie an der Leipziger Straße und die Nachbarn gucken in die Röhre. Diese “STADTVÄTER- UND MÜTTER” haben genauso viel Weitblick wie ihre Genossen vor 89.

  14. Sebastian sagt:

    Ich finde es richtig und wichtig, dass es Menschen in unserer Stadt gibt, die sich mit den aktuellen Problemen auseinandersetzen und, wenn auch provokativ, auf Misstände und mögliche Alternativen konstruktiv aufmerksam machen. Diese Stadt hat schon zu viele Chancen vertan. Die demographische Entwicklung lässt sich nicht aufhalten. Jedes Werben um junge, dynamische Menschen sollte honoriert werden. Die Stadt wird die zusätzliche Propaganda genießen. Meinungen polarisieren, regen an und bringen Chemnitz ins Gespräch. Und ihre Bewohner auch, vielleicht auch miteinander. Wir leben in einer Welt des Informationsüberflusses. Nur wer sich reckt und streckt wird wahrgenommen.
    Ich bin stolz auf meine Heimatstadt und ihr kulturelles und wirtschaftliches Erbe. Und ich wünsche mir, dass es weiterhin Menschen gibt, die sich dafür engagieren. Das es aufwärts geht, die Geschichte gepflegt wird und Chemnitz fit für eine sicherlich interessante weltoffene Zukunft gemacht wird.
    Ihr BILD, RTL, SAT1, STERN, ARD und ZDF: Schaut auf diese Stadt!

    Danke für Ihre Initiative.

  15. Andreas sagt:

    Kompliment an die grundsätzliche Idee und Umsetzung, noch schöner die Sachlichkeit und den Humor zum ernsten Thema. Wenn daraus eine langfristige Initiative wird und “Meinungsmacher” sowie richtige Macher aus verschiedenen Schichten (Berufs- und Altersgruppen) der Stadt Chemnitz dafür gewonnen werden, kann es nur gut werden bzw. besser als bisher. Die Stadt muss wie ein Produkt gut an die “Zielgruppen” (z.B. Jugend) “verkauft” werden.

    Räuchermann, Bauhaus und Co. sind in Chemnitz zwar gut vertreten, aber nicht zu hause. Letztendlich muss sich die Stadt auf Ihre jüngere und ältere Geschichte berufen. Chemnitz war Weltstadt, wenn auch keine schöne im herkömmlichen Sinne. Weltindustrieunternehmen haben hier Ihre Wurzeln. Die Industriearchitektur mit Birken in den Dachrinnen läßt es noch erahnen. Dort muss man sicher auch im Stadt-Marketing ansetzen. . Keine leichte Aufgabe, denn mit einer Frauenkirche oder Semperoper geht das einfacher. Auch die Jugend kann man dafür gewinnen, denn sie identifiziert sich auch damit. Ob Chemnitz jetzt modern ist oder nicht, das beurteilt jeder anders, in jedem Fall aber lebens- und liebenswert und jetzt auch spannend…

    Richard Hartmann ist moderner denn je.

  16. die Frauenkirche zieht auch nicht mehr so, wie es mal war, genauso wie das “Land der Schlösser und Burgen” - vergleiche den Einbruch der Übernachtungszahlen in ganz Sachsen 2008 (da kam Chemnitz noch ganz gut weg…).

    Hab jedenfalls nicht den Eindruck, dass sich die echte CMT auf ne bescheuerte Plakatkampagne allein verlässt, mit der die Bevölkerung ein wenig aufgemuntert werden soll. Wenn ich mir das Magazin anschaue, mit dem außerhalb für die Stadt geworben wird, da ist alles drin, was hier (und in den anderen threads) gefordert wird: Museumsmeile und Schlingel, Steiner und versteinerter wald, Begehungen und Begegnungen, Hartmann und Smart Systems Campus, Schönherr-Fabrik und Esche-Villa - ein hübsches Bei- und Nebeneinander dessen, was die Stadt ausmacht.

    Wenn die anfangen würden, die Stadt schlecht zu reden, dann müsste man ernsthaft über ihre Entlassung nachdenken - das ist halt einfach nicht ihr Job, oder?

    Die sollen dafür sorgen, dass Menschen hierherkommen, damit es sich für die GGG (und all die privaten Bauherren, die auch nicht besser sind…) lohnt, Gründerzeithäuser zu erhalten. Die sollen dafür sorgen, dass hier jemand Arbeitsplätze schafft, damit die Leute herziehen oder hier bleiben. Dann lösen sich nämlich ein paar Probleme ganz von alleine.

    Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: JAAA, es läuft nicht alles prima, aber ehrlich: am Exka oder am Brühl mess ich nicht meine Lebensqualität, die gehn mir ganz knapp am Arsch vorbei, weil nicht alle jungen Leute so’n bisschen Hausbesetzerträume aus den 1980er Jahren brauchen. Lass es fünf Prozent sein, dann ist das schon viel, das wird die Stadt am Ende nicht retten. Sorry - oder warum gibt es keine massiven Studentendemos gegen den Quasi-Rauswurf? ich sag nicht, dass man die gar nicht braucht, aber so ein Aufriss deswegen?

    Da wäre mir im kulturellen Leben eine Sartre-Premiere im Theater, die nicht vor halbleerem Haus stattfinden muss, wichtiger. Bin ich deshalb ein Ignorant? Vielleicht, aber einer der hier bleibt und dabei ziemlich regelmäßig Spaß dran hat.

    So: Und sowie mir die Macher sagen, auf wessen Lohnliste sie stehen (denn irgendwoher muss das private Geld ja kommen, für das sie das Zeugs bezahlen, seien es auch noch so geringe Kosten), dann sag ich auch, auf wessen Lohnliste ich stehe - bevor hier Fragen kommen…

    • Andreas sagt:

      *Beifall*

      • Michi sagt:

        Richtige Meinung!!!!

        • querulant sagt:

          Richtig! Getreu dem Motto; “Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing!” (Rosa Luxemburg 1871-1919) Diese Inszenierung folgt frei selbst dem Motto; “Traurig, wenn Analphabeten um Pressefreiheit kämpfen!” (ZARKO PETAN) Weitere Kommentare ersparen wir uns aus der Sicht von Weltbereisten, welcher hier Millionen investieren wollten - rein vorsorglich, … hatten wir schon, besser man enteignet solche Leute wie uns, dann muss man nicht mit der Zukunft leben!

  17. mike69 sagt:

    Hi Folks, hier tobt ja echt der Mob! Als ich gestern früh meinen Kommentar gepostet habe, da gings ja noch gemäßigt zur Sache. Aber eure Diskussion hat ja mittlerweile schon 68er-Charakter angenommen – Gebrüll bis zum Exzess, schlaue Sprüche, zahllose Plattitüden, konfuse Forderungen.

    Faszinierend, was für ein Eigenleben so ein Blog entwickeln kann: Vom Hundertsten ins Tausendste: Jetzt fordert schon Jemand die Befreiung vom Leinenzwang für seinen Hund (peter weigandt, glaube ich)! Stimmt es, das der Betreiber der Website sonst Pornoseiten macht? Na ja, muss vielleicht auch nicht stimmen.

    Aber die “Macher” haben sich ja geoutet – sie wollen nur Ihre Identität jetzt in der heißen Phase noch nicht preisgeben – aber bald… uiuiui.

    Anstatt, dass ihr froh seid, dass jemand mal was unternimmt und der Welt zeigt, wie interessant eure Stadt eigentlich ist, wird alle Energie und Kraft darauf verschwendet, das Gegenteil zu beweisen. Und alle Chemnitzer machen mit. Super, sie wollen sogar Geld spenden, für diesen Unsinn! Mann, Mann, Mann – da bin ich aber echt bessere Initiativen gewohnt! Doch ich fürchte nun, ich weiß, warum Schmidt-Rottluff so früh abgehauen ist: wegen Euch! Sorry für die Schelte, ich musste das jetzt mal loswerden und… Legt euch wieder hin!

    P.S. Eine letzte Hoffnung habe ich noch: Türmer von Chemnitz – findest du es gut, dass du für diesen Mist herhalten mußt?

    • Frau Müller sagt:

      hej, du kenner von besseren initiativen! hole ein paar ideen aus der hosentasche, um die gerade vor der flucht stehenden chemnitzer künstler hier zu halten.

      was der hammer wäre, wenn die vielen leute, die denken, keine partei wählen zu können (weil keine ihre intellektuellen befindlichkeiten anspricht bzw. alle ja doch nur unglaubwürdige politiker sind) doch mal zu wahl gehen und damit wenigstens eine aktive rolle im chemnitzer leben spielen.

      schließlich regieren diese leute den laden hier. das feld wird immer mehr den dusseln überlassen.

  18. der prophet sagt:

    Ja das ist mal endlich was vernünftiges in Chemnitz. Jemand der die Missstände in den Verwaltungen und der Stadt aufs Korn nimmt und mal das “Maul” aufmacht. Ich bin schon lange aus Chemnitz verschwunden weil es teilweise echt erschreckend war.
    Vor einiger Zeit war mal in einer Zeitung ein Bericht über Großstädte in Deutschland, und wen wunderts, Chemnitz erreichte logischerweise einen der hintersten Plätze mit dem wunderschön passenden Fazit:
    “Chemnitz ist eine Stadt aus der man kommt, nicht in die man geht.”
    Das sagt eigentlich alles.
    Schönen Tag noch.

  19. Fredl sagt:

    heute früh hab ich in radio chemnitz gehört das seitens der stadt interesse an den machern dieser aktion besteht. die damen und herren des rathauses brauchen eigentlich nur hier zu lesen, dann sollten sie wissen was die chemnitzer bewegt und was sie wollen.

    die damen und herren des rathauses sollten dafür sogen, daß die gelder die ausgegeben werden, auch steuerzahlenden dieser stadt zu gute kommen. es sollte viel mehr regional gedacht werden im rathaus. das würde arbeitsplätze schaffen und auch zuzug.

    die damen und herren des rathauses sollten sehn das ausreichend kitas da sind und nicht bestreikt werden, denn die muttis wollen arbeiten gehn. sonst muß sich womöglich noch ein unternehmer für eine “kinderlose” mitarbeiterin entscheiden.

    die damen und herren des rathauses sollten kommunalpolitik machen und nicht aus frust irgendwelche amter mit leuten wiederbesetzen die ungeeignet sind für derart wichtige posten. schaden wurde in der letzten amtszeit genug angerichtet. vielleicht sollte dies “fars-wahl” für null und nichtig erkläht werden?

    kennen eigentlich die damen und herren des rathauses ihre wirkliche arbeit? man könnte wirklich machesmal denken, daß wieder die alten genossen am werk sind.

    dektmal darüber nach, ihr damen und herren des rathauses …

    • Andreas sagt:

      Das du dich da nicht Täuschst!
      Als Stadtrat allein kann keiner leben. Die Damen und Herren gehen alle einer Arbeitt nach bzw. besuchen regelmässig das Arbeitsamt.

  20. urs55 sagt:

    die alten häuser haben charakter und geschichten “erlebt”, kinder sprangen in ihren räumen herum und spielten und erkundeten das umfeld, sie konnten das noch tun, wurden noch nicht “kaserniert” von ihren eltern und gesetze machenden politikern - wer fragt eingentlich die kinder - wer möchte in den “little boxes” leben am rande der stadt
    jeder wildwuchs, eigene ideen, eigene lebensentwürfe werden begradigt in dieser stadt, in sachsen, im osten?

    • Michi sagt:

      wer will in die alten häuser ziehen ??????

      • Fredl sagt:

        hast du jemals in so eine geile alte wohnung geschaut. da ist platz. da kann man ich der küche essen - mit mehr als nur 2 personen. schöne höfe die geschichten erzählen und wo kinder unbeschwehrt spielen können.

        ich finde diese gründerzeitvillen und häuser gehören zu chemnitz. es gibt nirgens soviele schöne alte häuser wie bei uns, erhalten wir sie und povitieren wir davon! das ist chemnitz!

  21. Fragender sagt:

    Eine wirklich gelungene Aktion, um auf die eigentliche Ironie der ursprünglichen Plakate hinzuweisen.
    Auch in anderen Foren wurde schon intensivst die Chemnitzer Stadtpolitik kritisiert, z.B. im Sommer in der Innenstadt die gastronomischen Angebote auf 22.00 Uhr zu begrenzen.
    Auf der einen Seite gehört der Jugend die Zukunft, aber bis diese in derselbigen angekommen ist, hat sie brav zu Hause hinter verschlossenen Türen zu warten.
    Bestätigt wird dies durch die Stadtpolotik im Bereich Kultur. Wie kann man den hervorragenden Museen geringste Unterstützung finanzieller Art verwehren (z.B. Industriemuseum) so dass dort aufopferungsvoll Tätige entlassen werden müssen um zu überleben? Andererseits werden im städtischen Haushalt jedes Jahr erneut mittlere einstellige Millionensummen aus Bußgeldeinnahmen (ja, Falschparken und Zu-schnell-Fahren) für nicht nachvollziehbare Dinge eingeplant, z.B. die Bezahlung von Frau Wesseler. Unsere schöne Stadt leidet unter den politischen Ränkespielen im Rathaus bis zum Aussterben der Stadt.
    Dann jedoch ist es zu spät.

  22. T.S. sagt:

    • Untergangspropheten, die vom Pessimismus leben - und gar nicht schlecht - empfinden jede Art von Zuversicht zwangsläufig als Existenzbedrohung.
    (Bop Hope)

  23. eine etwas ältere Chemnitzerin sagt:

    Eine super Sache! Aber das Gemecker immer wieder über Vorreiter.
    Viele Bürger warten doch nur auf jemanden der voran geht und dem sie sich anschließen können.

  24. Positiv Denken sagt:

    Anstatt alles immer nur schlecht zureden. Sollte man auf Erfolge und an positiven Dingen aufbauen und anknüpfen. Denn nur so lassen sich auch Probleme (die es ohne Frage gibt) auch anpacken und lösen.

    Vielleicht findet sich ja auch ein nicht-anonymes Grüppchen, welches mal eben positives Zusammentragen kann - um so echtes wahres Potenzial für und in Chemnitz aufzuzeigen.

    •Chemnitz habe in der Gesamtrangliste 14 Plätze aufgeholt und seinen Wohlstand deutlich verbessert.
    (Wirtschaftswoche 2008)

    • Laut Karriereatlas 2008 ist die Region Chemnitz eine gute Region mit eher hohen Perspektiven und einer eher hohen Attraktivität.

    • Platz 5: Chemnitz ist die perfekte Stadt für Singles. (immobilo)

    • Gästebewertungen zum Preis-Leistungs-Verhältnis • in 3- und 4-Sterne-Hotels - Chemnitz belegt den ersten Platz in Deutschland. (hotel.de)

    http://www.wiwo.de/politik/chemnitz-wiederaufstieg-einer-industriestadt-303337/

    “Chemnitz - weiter so”

    • Zu Positiv Denken... sagt:

      “Chemnitz - weiter so” - klingt für mich nach Ausruhen auf den großartigen Errungenschaften der letzten Zeit… Da passt doch in contra ein Allgemeinplatz gleich dahinter: Wer stehen bleibt wird überholt. Der aktuelle Weg ist mit Sicherheit nicht der Beste - das zeigt beispielhaft diese Anti-Plakat-Aktion hier auf (auch wenn sie viele weitere Punkte ausgrenzt).

      • Platz 5: Chemnitz ist die perfekte Stadt für Singles. (immobilo)

      Hier musste ich kurz lachen. Das kann nicht ernst gemeint sein und zeigt deutlich, wie schön man die Welt mit statistischen Zahlen malen kann. Ein Blick in die Bewertungsgrundlagen zeigt, warum Chemnitz so gut abschneidet: “Dabei sind die Kriterien Anteil von Singlewohnungen am Gesamtangebot, Wohnungsgröße, Preis und Nähe zu Flirtspots zu gleichen Teilen in die Bewertung eingeflossen.”

    • Kurt Hager sagt:

      Weiter so, “Positv Denken”. Wir brauchen keine Fakten, wir brauchen gute Losungen!

      Im Karriereatlas 2009 wird die Platzierung bestimmt noch besser sein. Und 2030 erst, wenn alle weg sind, dann kann man Karriere machen!

      Das glaube ich wohl, daß Chemnitz perfekt ist, um Single zu bleiben.

      Mir persönlich ist es auch völlig suspekt, dass die Touristen nach Dresden, Berlin oder Prag fahren. In Chemnitz kann man viel besser schlafen.

    • jens kassner sagt:

      Sehr interessant, dass vor allem die Analyse der extrem neoliberalistisch ausgerichteten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft als Beleg für ein “Chemnitz - weiter so” angeführt wird. Noch dazu die vom Vorjahr, nicht die aktuelle. Sieht man sich die Zahlen der Analyse genauer an, wird klar, dass Chemnitz die Hauptstadt des Lohndumpings ist - sinkende Arbeitslosenzahlen bei noch stärker sinkender Zahl von sozialvericherungspflichtig Beschäftigten! Weiter so! Angaben zur Lebensqualität sind in dieser Untersuchung sowieso nicht vorhanden, nur knallharte Profitmaximierungskennziffern.
      Dabei gibt es andere Fakten jenseits aller gefühlsduseligen Heimatliebe jener Gegner der angeblichen Nestbeschmutzer. Chemnitz verliert weiterhin Einwohner in beachtlichen Größenordnungen, wird dabei im Durchschnitt immer älter, verteidigt diesen Spitzenplatz unter den deutschen Großstädten ganz souverän. Dresden und Leipzig hingegen gewinnen seit drei Jahren wieder Einwohner, bis zu 5000 pro Jahr. Im Fall von Leipzig trotz schlechterer Wirtschaftsdaten. Die Arbeitslosenrate liegt um mehr als zwei Prozent über der von Chemnitz, auch andere Faktoren sind schlechter. Trotzdem kommen Leute, vor allem flexible und gebildete. Da sich viele davon in einem Alter befinden, in dem man normalerweise Kinder bekommt, besteht dort sogar die Chance für ein Kippen der bisher immer noch negativen Geburtenrate.
      Es stimmt nachweislich nicht, dass Arbeitsplätze allein für Zuzug sorgen. In Chemnitz klagen manche Branchen über Fachkräftemangel. Der Pressesprecher des Klinikums sagte vor kurzem, dass Fachärzte trotz besseren Realeinkommens nicht nach Chemnitz kommen möchten, weil sie urbanes Leben bevorzugen. Genau daran mangelt es in Chemnitz. Da muss man kein Fan des Experimentellen Karrees sein und auch nicht des Brühl - generell fehlt eine breite, bunte subkulturelle Szene mit Kneipen, Clubs, Galerien, Szeneläden etc. wie sie unter anderem in der Dresdner Neustadt oder der Leipziger Südvorstadt da ist. Und Ansätze dazu werden eben wie in diesen beiden Fällen (Brühl, ExKa) systematisch kaputt gemacht. Weiter so? Macht mal. Ich bin seit drei Jahren raus und glücklich darüber.

      • Hallo Jens, du auch hier? Trifft man schon in Chemnitz selten mal junge (oder junggebliebene, grins) Chemnitzer, wie die Macher dieser Imagekampagne schon richtig erkannt haben, im blog trifft man sie bestimmt.
        Lass uns doch mal über ein „virtual chemnitz“ nachdenken. Da ist dann auch Querdenken … kein Hindernis. Na und positiv denken, wie es der Blogger gleichen Namens anregt, natürlich auch.
        Da gibt’s also sogar einen Karriereatlas, nach dem die Attraktivität einer Stadt gemessen wird, mhm.
        Sieh mich an, sagt Nele. Ich hab’s doch auch geschafft. So was hat Zukunft, sagt sie: Altenpflege. Oder der Krüger von nebenan, sieh den an, der hat jetzt Arbeit beim – Arbeitsamt.
        Sowas hat Zukunft, sagt sie: hier zu bleiben.
        Aber Spass beiseite, die Ranking-List Gästebewertungen in 3- und 4-Sterne-Hotels lässt immerhin vermuten, dass man hier auch auf einen Job im Bereich Bedienpersonal hoffen darf.
        Besuchen Sie Chemnitz (solange es noch steht)! Drei Tage Tagungshotel – mit Vollpensiön, schön. Die Abrissbirne wütet also nicht planlos, nein, das sowieso nicht, siehe http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2009/0514/chemnitz.php5
        sondern macht wenigstens vor dem ein oder anderen noch Halt.
        Gibt es da etwa einen Zusammenhang zwischen der spezifischen Betrachtungsweise demografischer Probleme seitens der hießigen Immobilienverwertungsgesellschaft als (Zitat Simone Kalew: „Marktproblem“) und der Meldung, Chemnitz habe in der Gesamtrankingliste
        (laut Wirtschaftswoche) aufgeholt und seinen Wohlstand deutlich verbessert?
        Klar doch, 53,5 Millionen cash sind kein pillepalle. Fragt sich nur, wofür man die mal wirklich gut (und nachhaltig) anlegen könnte…???
        Ich hab da sogar schon eine Idee…
        Damit wäre ja auch das seit Jahren mit städtischen Geldern geplante und demnach wohl durchaus erwünschte „EXPERIMENTELLE KARRE“ ausm Schneider.
        Und die Geh Geh Geh (als 100%ige Tochter der Stadt) müsste sich nicht länger den Vorwurf gefallen lassen, auf einen STADTRATSBESCHLUSS schlichtweg zu pfeifen (böse Zungen sprechen ja bereits von „Stadt-ABwicklungsplan“), wäre also imagemässig auch halbwegs ausm Schneider.

        Chemnitz wäre demnach, entgegen aller Unkenrufe, also doch noch zu retten.
        Sag ich doch: positiv denken!!!

        freundlichet Grinsen
        Tom

      • T.S. sagt:

        Kneipen,Clubs…ist alles schon da gewesen!Nur viele haben`s nicht bemerkt,sondern nur gemeckert!!!Nicht die Stadt ist das Problem und das Angebot,sondern es sind die Bürger!…schaut mal in die andere Städte mit denen wir uns vergleichen müßten!Nicht mit Dresden,Leipzig,Berlin,München oder Hamburg.

        • jens kassner sagt:

          Mit welchen müsste man sich den vergleichen? Warum dennnicht mit Leipzig? Das hat auch über 15 Jahre drastisch eingebüßt und dann die Kurve gekriegt. Oder vielleicht mit Jena, das nur halb so viele Einwohner hat und trotzdem eine ganz andere Atmosphäre.
          Natürlich findet man Städte, die noch mieser sind als Chemnitz. Da kann man dann hingucken, sich selbst auf die Schulter hauen und stolz sein. Was bringt das, sich mit dem unteren Ende der Scala zu vergleichen?

  25. positivdenker sagt:

    der vergleich mit berlin, hamburg oder münchen ist tatsächlich ein bisschen hochgegriffen. aber ein blick nach leipzig oder dresden lohnt sich schon.

    tietz und gunzenhauser sind sicher schick. aber wo ist das viertel, wo mal ein bisschen musik aus den räumen auf die straße dringt? wo menschen zu sehen sind und ein bisschen grafitti? in chemnitz gibt es zu viel street und zu wenig art. was glaubt ihr, wo sich frau brandt und herr heym heute wohlfühlen würden, wenn sie nochmal jung wären?

    dabei ist es ja nicht so, dass es in chemnitz gar nix gäbe. weltecho, atomino, ajz, cube, endorphin, difranco, subway, monk, delicate, ankh (gibts das eigentlich noch?) pauls, underworld und so weiter - die machen ja alle seit jahren etwas. leider querbeet verstreut und jeder kämpft irgendwie für sich gegen stadt, finanzamt ;) und gähnende leere.

    vielleicht sollten sich ALLE mal zusammensetzen. dann den mietvertrag kündigen und geschlossen auf den brühl ziehen. für die ggg würde sich das hundertprozentig lohnen. in den szenekiezen der anderen städte bekommt man nur schwer eine bleibe - weil jeder da wohnen will. auch unsaniert.

    und vielleicht vielleicht sollte die ggg die fördergelder für die wiederbelebung von ganzen stadtvierteln (da gibts bestimmt was!) einfach den machern spenden. ich bin mir sicher, wenn das ding mal erst mal loslebt, springen für fräulein babalu und frau kalew nicht nur ruhm und ehre in den zeitungen raus, sondern bestimmt auch ein schickes imagemotiv und vor allem: ab und zu ein schöner abend in einem waschechten urbanen kiez.

    ich erinnere mich, dass frau babalu selbst vox-gängerin war.
    die gene sind also vorhanden.

    in diesem sinne, prost!

  26. Tom sagt:

    Zur letzten Weihnachtsfeier hat uns der Weg zum Bahnhof über den Brühl geführt. Mein Berliner Kollege hatte dabei nur noch einen Satz im Kopf: “Echt schade eigentlich!”. Einen ähnlichen Gedanken hatte ich im vergangenen Jahr bei einem Spaziergang um den Schlossteich, bei dem ich nur schwer neben überfüllten Mülleimern und Hundehaufen auf den Wiesen die schöne Natur erkennen konnte.

    Trotzdem sollte man aber nicht alles kaputtreden, was für (!) die Stadt getan wird. Die Außenwirkung von Chemnitz wird durch die Kampagne der Stadt sicher nicht schlechter. Neben der Kampagne sollte es aber auch gelingen, mindestens 50% der Erwartungen der “Rückkehrer” zu erfüllen. Und da sind die Chemnitzer Bürger selbst gefragt. Meckern ist einfach, etwas tun schon schwerer. Wenn die Aktion also Unterstützung benötigt, bin ich gern dabei!

    Beste Grüße,
    Tom

  27. Sven sagt:

    Macht weiter so!

    Es ist wirklich egal wer Ihr seit! Es geht um unser Chemnitz. Es geht darum das dieses “alte” und auf keinem Fall “modern” denkende Rathaus und GGG umdenken anfängt! Ich bin Chemnitzer und Liebe unsere Stadt. Nur was unsere Führung mit unserer Stadt macht oder auch nicht macht, tut mir im Herzen weh!

    • Wie wärs denn, wenn sich alle, die tatsächlich was bewegen und umgestalten wollen, mal zusammensetzen würden, statt in Splitterfraktionen sich gegeneinander ausspielen zu lassen.
      Wie wärs denn, wenn mal alle an einem Strang ziehen könnten und zeigen, dass sie kulturelle Träume in dieser Stadt noch nicht ganz schlafengelegt haben.
      Wer mit den Schultern zuckt, wenns irgendwo in der Stadt jemandem ans Leder geht (Beispiel ExKa), nur weil er selbst nicht betroffen ist (Noch nicht. Oder nicht mehr = siehe Brühl), dann ist das nicht gerade sehr einfallsreich.

      Stichwort EXPERIMENTELLES KARREE:
      Aus meiner (Fern-)Sicht soll doch hier, von wem auch immer, ein Präzendenzfall geschaffen werden. Wenn dem keiner widerspricht, ist es dann eben so.
      Wenn man sich schon nicht mal mehr an einen STADTRATSBESCHLUSS halten muss und keiner sagt Aua – vielleicht des Streitens müde, nach all dem Gezerre um Mitgestaltung urbanen Lebens, um die Rechte auch nur annähernd demokratischer Mitbestimmung – dann wird es, nach dessen Scheitern, auch für alle anderen Akteure ungleich schwerer. Soviel sei garantiert.
      Nochmal Klartext: Wenn das EXPERIMENTELLE KARREE scheitert, dann ist der letzte Dammbruch vollzogen. Und diejenigen, dies zu verantworten haben, können hernach getrost auf „Gewohnheitsrecht“ pochen.
      Wenn es sich erst rumgesprochen hat, dass ein STADTRATSBESCHLUSS reinen Klopapierwert hat, dann wird’s dunkel in Chemnitz.

      Ich kauf mir dann keine Taschenlampe. Eher ein Zugticket.

  28. easter the cat sagt:

    Wir müssen auf die Straße gehen und unseren Ärger sichtbar machen!!!!!!

  29. [...] kreativ: Nachdem letzte Woche bereits pfiffige, talentierte und überaus kreative aber bislang noch unbekannte Chemnitzer der offiziellen Imagekampagne vier viel bessere oder leider treffendere Motive [...]

  30. Nadin sagt:

    Danke für diese tolle Aktion! Bin stolz hier zu wohnen.

  31. [...] Linh Wang, eingetragener Domaininhaber, steckt nach Bekunden der Betreiber nicht hinter der Aktion. Design erstellt von Schaffrinna am 04.06.2009 | [...]

  32. Frank H. sagt:

    “Enosiophobie” - Die Antwort.

    Eine schöne kurze Schmunzel-Hintergrundreportage der Freien Presse:
    http://www.freiepresse.de/SPECIALS/SPECIAL25/1553419.html

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