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	<title>Kommentare zu: Möchten Sie mal ein paar junge Chemnitzer treffen</title>
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	<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 19:28:20 +0000</pubDate>
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		<title>Von: dr_d</title>
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		<dc:creator>dr_d</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 23:14:12 +0000</pubDate>
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		<description>BEWERBUNG

Hiermit bewerbe ich mich auf eine Stelle als Mülllader bei der Stadt Chemnitz

Meine fähigkeiten:

-konservativen Mief aushalten

-als "gemeinwesenorientierten" eigennutz erkennen

-brechreizunterdrückungsfähigkeit bei finanzknappheitsgejammer

-jede Menge Wut auf (ideen-) antiquitätshändler

-arbeitslos (tschuldigung, wollte sagen: förderfähig)

m.f.g. dr.d
-</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>BEWERBUNG</p>
<p>Hiermit bewerbe ich mich auf eine Stelle als Mülllader bei der Stadt Chemnitz</p>
<p>Meine fähigkeiten:</p>
<p>-konservativen Mief aushalten</p>
<p>-als &#8220;gemeinwesenorientierten&#8221; eigennutz erkennen</p>
<p>-brechreizunterdrückungsfähigkeit bei finanzknappheitsgejammer</p>
<p>-jede Menge Wut auf (ideen-) antiquitätshändler</p>
<p>-arbeitslos (tschuldigung, wollte sagen: förderfähig)</p>
<p>m.f.g. dr.d<br />
-</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: robert ascius</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-10072</link>
		<dc:creator>robert ascius</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 02:21:07 +0000</pubDate>
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		<description>robert ascius sagt:
28. Juni 2009 um 04:10

hier ein paar zuträgliche Links zum Thema Brühl:
BrühlBronxBoulevard rulezzzz!!!!

GGG_Vorstand während Diskussion im Brühler Delicate + BABALU (Die 3Sätze zur Begrüßung von Frau Seifert GGG !!!unbedingt anhören!!!)

http://www.megaupload.com/?d=I5GCCZ4P

Szeneladen Besitzer der RoBoutique zieht aus Chemnitz (Brühl) weg.

http://www.megaupload.com/?d=G05DV2KF

Grüße der Robert</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>robert ascius sagt:<br />
28. Juni 2009 um 04:10</p>
<p>hier ein paar zuträgliche Links zum Thema Brühl:<br />
BrühlBronxBoulevard rulezzzz!!!!</p>
<p>GGG_Vorstand während Diskussion im Brühler Delicate + BABALU (Die 3Sätze zur Begrüßung von Frau Seifert GGG !!!unbedingt anhören!!!)</p>
<p><a href="http://www.megaupload.com/?d=I5GCCZ4P" rel="nofollow">http://www.megaupload.com/?d=I5GCCZ4P</a></p>
<p>Szeneladen Besitzer der RoBoutique zieht aus Chemnitz (Brühl) weg.</p>
<p><a href="http://www.megaupload.com/?d=G05DV2KF" rel="nofollow">http://www.megaupload.com/?d=G05DV2KF</a></p>
<p>Grüße der Robert</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tom Schilling</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-4015</link>
		<dc:creator>Tom Schilling</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 10:40:38 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=iGHfpb0Mtmk&amp;NR=1" rel="nofollow"&gt;Oder wie wärs mit dem?&lt;/a&gt;
Chemnitz, det is schon mal ne Efahrung wert.
Mit n frischet Sterni im Sinne von Abwrackprämie lebt sichs da gleich viel besser.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iGHfpb0Mtmk&amp;NR=1" rel="nofollow">Oder wie wärs mit dem?</a><br />
Chemnitz, det is schon mal ne Efahrung wert.<br />
Mit n frischet Sterni im Sinne von Abwrackprämie lebt sichs da gleich viel besser.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tom Schilling</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-4011</link>
		<dc:creator>Tom Schilling</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 10:31:12 +0000</pubDate>
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		<description>Der is aber auch nicht schlecht

&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=0xvGtY2-AY8&amp;NR=1" rel="nofollow"&gt;KMHeckert(Chemnitz)&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der is aber auch nicht schlecht</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=0xvGtY2-AY8&amp;NR=1" rel="nofollow">KMHeckert(Chemnitz)</a></p>
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		<title>Von: lokal</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-2754</link>
		<dc:creator>lokal</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 17:43:33 +0000</pubDate>
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		<description>... so jetzt mal was positives:  http://www.youtube.com/watch?v=UH4rlXonBwU</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; so jetzt mal was positives:  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UH4rlXonBwU" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=UH4rlXonBwU</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bürger freund</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-413</link>
		<dc:creator>bürger freund</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 17:06:36 +0000</pubDate>
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		<description>schade das für die kleine demo vorm rathaus ( klo schüssel aktion )zur letzten stadtratssitzung keine werbung gemacht wurde - da hätte man sich doch ein bischen unterstützung von interessierten
bürgern holen können - also ich hätte gerne vorbeigeschaut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>schade das für die kleine demo vorm rathaus ( klo schüssel aktion )zur letzten stadtratssitzung keine werbung gemacht wurde - da hätte man sich doch ein bischen unterstützung von interessierten<br />
bürgern holen können - also ich hätte gerne vorbeigeschaut</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: toadette</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-393</link>
		<dc:creator>toadette</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 15:42:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.chemnitz-zieht-weg.de/?p=49#comment-393</guid>
		<description>es ist ein skandal wie hier gegen den willen des bürgers entschieden wird. der stadtrat als vertretung des willens der bürgerschaft hat eindeutig ein "hinwirken" auf die umsetzung des exka mit dem stadtratsbeschluss intendiert. was nun passiert ist nichts geringeres als eine farce, die es zu skandalisieren nicht lohnt, ist die sache an sich doch schon unsagbar. ich hoffe nur, dass medien von den geschehnissen und dieser m.E. trefflichen pressemitteilung ausreichend notiz nehmen, um die kritische gegenöffentlichkeit zu stärken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>es ist ein skandal wie hier gegen den willen des bürgers entschieden wird. der stadtrat als vertretung des willens der bürgerschaft hat eindeutig ein &#8220;hinwirken&#8221; auf die umsetzung des exka mit dem stadtratsbeschluss intendiert. was nun passiert ist nichts geringeres als eine farce, die es zu skandalisieren nicht lohnt, ist die sache an sich doch schon unsagbar. ich hoffe nur, dass medien von den geschehnissen und dieser m.E. trefflichen pressemitteilung ausreichend notiz nehmen, um die kritische gegenöffentlichkeit zu stärken.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: matze</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-392</link>
		<dc:creator>matze</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 15:30:27 +0000</pubDate>
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		<description>Der öffentliche Druck wird wohl darüber entscheiden, ob die Sache im "Verwaltungsapparat versandet" oder ob Verwaltung/GGG noch einsichtig wird.

Ohne eine breite Unterstützung der Bürger und/oder der Stadträte sieht es eher schlecht.

Die Sanierungsabrede der GGG mit einigen Eigetümern des Viertels ist meines Erachtens jedenfalls nicht bindend wirksam, da sie eindeutig gegen den Stadtratsbeschluss verstößt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der öffentliche Druck wird wohl darüber entscheiden, ob die Sache im &#8220;Verwaltungsapparat versandet&#8221; oder ob Verwaltung/GGG noch einsichtig wird.</p>
<p>Ohne eine breite Unterstützung der Bürger und/oder der Stadträte sieht es eher schlecht.</p>
<p>Die Sanierungsabrede der GGG mit einigen Eigetümern des Viertels ist meines Erachtens jedenfalls nicht bindend wirksam, da sie eindeutig gegen den Stadtratsbeschluss verstößt.</p>
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	<item>
		<title>Von: maximus</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-389</link>
		<dc:creator>maximus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 14:29:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.chemnitz-zieht-weg.de/?p=49#comment-389</guid>
		<description>... und nun ? ist die exka sache vom tisch oder gibt es noch spielräume ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und nun ? ist die exka sache vom tisch oder gibt es noch spielräume ?</p>
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	<item>
		<title>Von: matze</title>
		<link>http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/mochten-sie-mal-ein-paar-junge-chemnitzer-treffen/comment-page-1/#comment-373</link>
		<dc:creator>matze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 19:48:41 +0000</pubDate>
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		<description>Vom Experimentellen Karree gibt es jetzt einen Reader mit Beiträgen zum gegenwärtigen Stand des Projektes: http://exka.org/files/exka-reader-0609.pdf

Außerdem wurde bei der gestrigen Aktion vor dem Rathaus ein Flyer verteilt, dessen Text ich hier mal reinkopiere:

In den letzten Wochen ist bei uns die aktive Öffentlichkeitsarbeit ein wenig zu kurz gekommen. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass unsere Standpunkte in der Presse nur unzureichend dargestellt wurden. Bevor der Stadtrat nun Urlaub macht und das Sommerloch die Erinnerungen verschwimmen lässt, soll hier noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden: 

Die Objekte, die die GGG als hundertprozentige Tochter der Stadt für diese verwaltet, sind kommunales Eigentum und als solches im Sinne der EinwohnerInnen dieser Stadt zu nutzen.

Im konkreten Fall des Experimentellen Karrees haben Leute ihre Ideen für die Nutzung der Objekte Reitbahnstraße Ecke Bernsbachplatz klar artikuliert und für die Verwaltung der Häuser mit dem ExKa e.V. eine arbeitsfähige Struktur geschaffen. Auch außerhalb dieser Struktur ist das Projekt auf Wohlwollen gestoßen und hat UnterstützerInnen gefunden.

Wenn sich, wie hier, der BürgerInnenwille bezüglich der Nutzung des kommunalen Eigentums deutlich ausdrückt, sollte es für die GGG kein Rätselraten über die zukünftige Verwendung der betreffenden Objekte geben. Die stellvertretende Planung seitens der städtischen Gebäudewirtschaft ist hier schlicht überflüssig.

Die Argumente, die momentan von der GGG gegen das Experimentelle Karree an Ort und Stelle ins Feld geführt werden, halten wir zum Teil für konstruiert, zum Teil sind sie angesichts der Situation, in der sich Chemnitz befindet einfach borniert.

Es sei hier noch mal hervorgehoben, dass eine einvernehmliche Lösung mit den Privateigentümern der restlichen Objekte des Karrees für uns wünschenswert ist. Jedoch ist unser Projekt keineswegs auf eine solche Lösung angewiesen.

Umgekehrt ist es uns unverständlich, weshalb ein Kulturprojekt in der Nachbarschaft den Vermietungsabsichten dieser Privateigentümer widersprechen soll. Ganz im Gegenteil finden wir, dass so ein Standort besonders für junge Leute attraktiv ist.

Sollte das Experimentelle Karree tatsächlich den Verwertungsinteressen der Privateigentümer im Wege stehen, so das Argument der GGG, dann sei angemerkt, dass hier auf der einen Seite Unternehmen auf Gewinn durch Vermietung spekulieren, während auf der anderen Seite Menschen ganz konkret für ihre sozialen und kulturellen Lebensbedingungen in einer schrumpfenden Stadt streiten, die mehr und mehr an Lebensqualität verliert.

In den unangemessenen Angeboten für Ausweichobjekte, erblicken wir denn auch weniger ein Verständnis für dieses Unterfangen, als vielmehr den Versuch, nervig gewordene Akteure loszuwerden, ohne sich dabei den Skandal einzuhandeln, bürgerliches Engagement vor den Kopf zu stoßen oder Schuld an der Verstreichung von Fördermitteln der Projekte zu tragen.

Darüber hinaus sind wir sehr über die Geschäftsgebaren der GGG erstaunt, die in Verhandlungen mit dem ExKa e.V. immer wieder den vertraglichen Zwang zur Sanierung ihrer Häuser gegen das Projekt in Stellung brachte, um dann im Gespräch mit VertreterInnen der Stadt einzuräumen, dass so ein Vertrag nicht existiere.

Wirklich dreist ist es allerdings, mit dem Wissen, dass es sich beim Experimentellen Karree um ein öffentlich gewolltes Projekt handelt, schnell noch so eine Sanierungsvereinbarung einzugehen, um dem konstruierten Zwang einen handfesten entgegenzusetzen zu wollen. (Genaue Informationen hierzu gibt der Beitrag "Konstruieren und Taktieren" in unserem Reader "Zum Stand der Dinge". Dieser steht auf unserer Webseite zum Download bereit.)

Da die Gebäudewirtschaft der Stadt also offensichtlich nicht in der Lage oder Willens ist, die partizipativen Bestrebungen der BürgerInnen in ihre Planung einzubeziehen, ist es nun Aufgabe der Politik dieses Defizit zu beheben. 

Der Stadtratsbeschluss, der die Umsetzung des Projektes Experimentelles Karree an Ort und Stelle anordnet, ist der erste wichtige Schritt dahin. Es wäre für die Stadt eine Farce, würde die Umsetzung dieses Beschlusses irgendwo im Verwaltungsaparat versanden. 

Danach sieht es aber im Moment aus und dabei wird deutlich, dass die städtische Administration weder strukturell noch personell auf die Anforderungen eingestellt ist, die sich für eine Stadt ergeben, in der sich das kulturelle Leben aufgrund fehlender Infrastruktur nicht mehr von
selbst regulieren kann, sondern auf das Mitspielen von Politik und Verwaltung angewiesen ist.

Den wenigsten Entscheidungsträgern scheint bewusst zu sein, wie groß die Resignation vor allem von jungen Menschen bezüglich einer lebenswerten Perspektive in dieser Stadt ist und wie groß der Frust bei denen ausfällt, die daran etwas ändern wollen aber an der Undurchdringbarkeit des Verwaltungsaparates scheitern.


Die hohe Abwanderung bleibt indes niemanden verborgen. Und auch dass das soziokulturelle Umfeld, und nicht nur die individuelle wirtschaftliche Lage, hierfür ein ausschlaggebender Faktor ist, wird jedeR unterschreiben. Ein Irrglaube ist es aber, dem vorherrschenden Mangel diesbezüglich mit staatlich geplanter Hochkultur oder sozialpädagogischer Intervention begegnen zu wollen, die mit den Interessen der Menschen nur als statistisch erhobene Daten rechnen.


Die Stadtpolitik sollte begreifen, dass die Interessen der BürgerInnen nicht nur im Abhaken von Wahlprogrammen deutlich werden, sondern Menschen gelegentlich Ideen umsetzen wollen, auf die sie selbst kommen und die sie selbst für wichtig erachten. Wer das ignoriert, behandelt Menschen als unmündige Verwaltungsmasse.

Aus all diesen Gründen bitten wir die GGG auch nicht, uns ihre Häuser zu überlassen, sondern fordern sie und die Stadtverwaltung auf, dem Stadtratsbeschluss Folge zu leisten und die notwendigen bürokratischen Maßnahmen in die Wege zu leiten, die die Nutzung der Häuser im Sinne des Experimentellen Karrees ermöglichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Experimentellen Karree gibt es jetzt einen Reader mit Beiträgen zum gegenwärtigen Stand des Projektes: <a href="http://exka.org/files/exka-reader-0609.pdf" rel="nofollow">http://exka.org/files/exka-reader-0609.pdf</a></p>
<p>Außerdem wurde bei der gestrigen Aktion vor dem Rathaus ein Flyer verteilt, dessen Text ich hier mal reinkopiere:</p>
<p>In den letzten Wochen ist bei uns die aktive Öffentlichkeitsarbeit ein wenig zu kurz gekommen. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass unsere Standpunkte in der Presse nur unzureichend dargestellt wurden. Bevor der Stadtrat nun Urlaub macht und das Sommerloch die Erinnerungen verschwimmen lässt, soll hier noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden: </p>
<p>Die Objekte, die die GGG als hundertprozentige Tochter der Stadt für diese verwaltet, sind kommunales Eigentum und als solches im Sinne der EinwohnerInnen dieser Stadt zu nutzen.</p>
<p>Im konkreten Fall des Experimentellen Karrees haben Leute ihre Ideen für die Nutzung der Objekte Reitbahnstraße Ecke Bernsbachplatz klar artikuliert und für die Verwaltung der Häuser mit dem ExKa e.V. eine arbeitsfähige Struktur geschaffen. Auch außerhalb dieser Struktur ist das Projekt auf Wohlwollen gestoßen und hat UnterstützerInnen gefunden.</p>
<p>Wenn sich, wie hier, der BürgerInnenwille bezüglich der Nutzung des kommunalen Eigentums deutlich ausdrückt, sollte es für die GGG kein Rätselraten über die zukünftige Verwendung der betreffenden Objekte geben. Die stellvertretende Planung seitens der städtischen Gebäudewirtschaft ist hier schlicht überflüssig.</p>
<p>Die Argumente, die momentan von der GGG gegen das Experimentelle Karree an Ort und Stelle ins Feld geführt werden, halten wir zum Teil für konstruiert, zum Teil sind sie angesichts der Situation, in der sich Chemnitz befindet einfach borniert.</p>
<p>Es sei hier noch mal hervorgehoben, dass eine einvernehmliche Lösung mit den Privateigentümern der restlichen Objekte des Karrees für uns wünschenswert ist. Jedoch ist unser Projekt keineswegs auf eine solche Lösung angewiesen.</p>
<p>Umgekehrt ist es uns unverständlich, weshalb ein Kulturprojekt in der Nachbarschaft den Vermietungsabsichten dieser Privateigentümer widersprechen soll. Ganz im Gegenteil finden wir, dass so ein Standort besonders für junge Leute attraktiv ist.</p>
<p>Sollte das Experimentelle Karree tatsächlich den Verwertungsinteressen der Privateigentümer im Wege stehen, so das Argument der GGG, dann sei angemerkt, dass hier auf der einen Seite Unternehmen auf Gewinn durch Vermietung spekulieren, während auf der anderen Seite Menschen ganz konkret für ihre sozialen und kulturellen Lebensbedingungen in einer schrumpfenden Stadt streiten, die mehr und mehr an Lebensqualität verliert.</p>
<p>In den unangemessenen Angeboten für Ausweichobjekte, erblicken wir denn auch weniger ein Verständnis für dieses Unterfangen, als vielmehr den Versuch, nervig gewordene Akteure loszuwerden, ohne sich dabei den Skandal einzuhandeln, bürgerliches Engagement vor den Kopf zu stoßen oder Schuld an der Verstreichung von Fördermitteln der Projekte zu tragen.</p>
<p>Darüber hinaus sind wir sehr über die Geschäftsgebaren der GGG erstaunt, die in Verhandlungen mit dem ExKa e.V. immer wieder den vertraglichen Zwang zur Sanierung ihrer Häuser gegen das Projekt in Stellung brachte, um dann im Gespräch mit VertreterInnen der Stadt einzuräumen, dass so ein Vertrag nicht existiere.</p>
<p>Wirklich dreist ist es allerdings, mit dem Wissen, dass es sich beim Experimentellen Karree um ein öffentlich gewolltes Projekt handelt, schnell noch so eine Sanierungsvereinbarung einzugehen, um dem konstruierten Zwang einen handfesten entgegenzusetzen zu wollen. (Genaue Informationen hierzu gibt der Beitrag &#8220;Konstruieren und Taktieren&#8221; in unserem Reader &#8220;Zum Stand der Dinge&#8221;. Dieser steht auf unserer Webseite zum Download bereit.)</p>
<p>Da die Gebäudewirtschaft der Stadt also offensichtlich nicht in der Lage oder Willens ist, die partizipativen Bestrebungen der BürgerInnen in ihre Planung einzubeziehen, ist es nun Aufgabe der Politik dieses Defizit zu beheben. </p>
<p>Der Stadtratsbeschluss, der die Umsetzung des Projektes Experimentelles Karree an Ort und Stelle anordnet, ist der erste wichtige Schritt dahin. Es wäre für die Stadt eine Farce, würde die Umsetzung dieses Beschlusses irgendwo im Verwaltungsaparat versanden. </p>
<p>Danach sieht es aber im Moment aus und dabei wird deutlich, dass die städtische Administration weder strukturell noch personell auf die Anforderungen eingestellt ist, die sich für eine Stadt ergeben, in der sich das kulturelle Leben aufgrund fehlender Infrastruktur nicht mehr von<br />
selbst regulieren kann, sondern auf das Mitspielen von Politik und Verwaltung angewiesen ist.</p>
<p>Den wenigsten Entscheidungsträgern scheint bewusst zu sein, wie groß die Resignation vor allem von jungen Menschen bezüglich einer lebenswerten Perspektive in dieser Stadt ist und wie groß der Frust bei denen ausfällt, die daran etwas ändern wollen aber an der Undurchdringbarkeit des Verwaltungsaparates scheitern.</p>
<p>Die hohe Abwanderung bleibt indes niemanden verborgen. Und auch dass das soziokulturelle Umfeld, und nicht nur die individuelle wirtschaftliche Lage, hierfür ein ausschlaggebender Faktor ist, wird jedeR unterschreiben. Ein Irrglaube ist es aber, dem vorherrschenden Mangel diesbezüglich mit staatlich geplanter Hochkultur oder sozialpädagogischer Intervention begegnen zu wollen, die mit den Interessen der Menschen nur als statistisch erhobene Daten rechnen.</p>
<p>Die Stadtpolitik sollte begreifen, dass die Interessen der BürgerInnen nicht nur im Abhaken von Wahlprogrammen deutlich werden, sondern Menschen gelegentlich Ideen umsetzen wollen, auf die sie selbst kommen und die sie selbst für wichtig erachten. Wer das ignoriert, behandelt Menschen als unmündige Verwaltungsmasse.</p>
<p>Aus all diesen Gründen bitten wir die GGG auch nicht, uns ihre Häuser zu überlassen, sondern fordern sie und die Stadtverwaltung auf, dem Stadtratsbeschluss Folge zu leisten und die notwendigen bürokratischen Maßnahmen in die Wege zu leiten, die die Nutzung der Häuser im Sinne des Experimentellen Karrees ermöglichen.</p>
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